Matthias Deiß ist heute für viele Zuschauer ein vertrautes Gesicht im deutschen Fernsehen: sachlich, kompetent und kritisch. Als stellvertretender Leiter des ARD‑Hauptstadtstudios und Moderator des politischen Magazins „Bericht aus Berlin“ steht er für seriöse politische Berichterstattung. Doch hinter dem professionellen Journalisten steckt auch ein Mensch, der mit einer gesundheitlichen Herausforderung lebt – und sie offen in die Öffentlichkeit trägt. In diesem Artikel schauen wir genau hin: Welche Krankheit hat Matthias Deiß? Wie geht er damit um? Wie beeinflusst sie sein Leben und seine Arbeit?
Wer ist Matthias Deiß?
Matthias Deiß wurde 1978 in Hamburg geboren und wuchs in Ahrensburg (Schleswig‑Holstein) auf. Schon früh interessierte er sich für Politik und Medien, was ihn nach dem Abitur an der Stormarnschule zu einem Studium der Kommunikations‑ und Politikwissenschaften an der Ludwig‑Maximilians‑Universität München führte. Ergänzend besuchte er die renommierte Deutsche Journalistenschule in München und begann damit seine journalistische Laufbahn.
Bereits als Schüler sammelte er erste Erfahrungen als Reporter für eine Lokalzeitung, bevor er seine professionelle Karriere bei der Deutschen Welle startete. Später folgten Stationen beim Rundfunk Berlin‑Brandenburg (rbb) und der ARD, u. a. als Fernsehkorrespondent im Hauptstadtstudio und als Redaktionsleiter des Politmagazins “Kontraste”. Seit 2018 gehört er zum Führungsteam des ARD‑Hauptstadtstudios und moderiert regelmäßig politische Formate.
In seiner Laufbahn wurde Deiß mehrfach ausgezeichnet: Als “CNN Journalist of the Year”, Gewinner des Prix Europa und mit dem Medienpreis Politik des Deutschen Bundestags – Auszeichnungen, die seine journalistische Tiefe, sein Engagement und seine Analysefähigkeit unterstreichen.
Was bedeutet Matthias Deiß Krankheit?
In mehreren Online‑Berichten und posts wird erwähnt, dass Matthias Deiß an Alopezie leidet – einer Autoimmunerkrankung, die mit Haarausfall verbunden ist. Alopezie ist dabei kein seltenes Phänomen, sondern eine Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Haarfollikel angreift. In der Folge können Haare in unterschiedlich ausgeprägten Mustern ausfallen – von kleinen kahlen Stellen bis hin zu vollständiger Glatzenbildung.
Bei Deiß ist genau diese Form der Alopezie in den Medien mehrfach erwähnt worden: Seine Glatze ist kein Zufall, sondern eine sichtbare Folge dieser Autoimmunreaktion. Anders als viele Menschen mit Haarverlust versucht er jedoch nicht, die Krankheit zu verstecken, sondern tritt bewusst sichtbar auf.
Diese Offenheit über sein äußeres Erscheinungsbild hat hohe Resonanz erzeugt: Viele Zuschauer nehmen nicht nur den Journalisten wahr, sondern auch einen Menschen, der sich nicht hinter äußeren Normen versteckt.
Alopezie: Was ist das eigentlich?
Bevor wir zum persönlichen Umgang von Deiß mit dieser Erkrankung kommen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Krankheit selbst.
Alopezie ist ein medizinischer Begriff für Haarausfall, der meist durch das eigene Immunsystem verursacht wird. Der Körper erkennt Haarfollikel fälschlicherweise als “fremd” und greift sie an, was zu Haarausfall führen kann. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass genetische Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielen.
In vielen Fällen betrifft die Erkrankung nur die Kopfhaare, in anderen auch Bart‑ oder Körperhaare. Für diejenigen, die davon betroffen sind, kann Alopezie eine emotionale Belastung sein, weil sie gesellschaftliche Vorstellungen von Schönheit und Identität tangiert.
Wichtig zu betonen ist: Alopezie ist keine gefährliche Krankheit im klassischen Sinn, sie ist nicht ansteckend und nicht notwendigerweise Ausdruck eines schwerwiegenden körperlichen Leidens. Aber sie kann psychisch herausfordernd sein und einen Einfluss auf das Selbstbild haben – besonders, wenn der Haarausfall sichtbar ist.
Der offene Umgang von Matthias Deiß
Was Matthias Deiß in diesem Kontext besonders macht, ist seine offene Haltung. Anders als viele andere in der Öffentlichkeit, die vielleicht Haarteile oder Verkleidungen nutzen, tritt Deiß mit sichtbarer Glatze vor die Kamera. Diese Entscheidung ist bewusst und stark, denn sie zeigt: Er möchte nicht den Eindruck vermitteln, er würde sich für seinen Haarverlust schämen oder ihn verstecken.
Stattdessen vermittelt er: Der Mensch hinter der Kamera ist mehr als nur sein äußeres Erscheinungsbild. Diese Haltung wirkt auf viele Zuschauer inspirierend. Sie spricht besonders jene Menschen an, die selbst mit Haarverlust oder Selbstzweifeln kämpfen und zeigt, dass ein professionelles, erfolgreiches Leben trotz äußerer Unterschiede möglich ist.
In einem sozialen Post zur Bundestagswahl wurde Deiß sogar bewusst als Beispiel genannt, wie Alopezie im journalistischen Umfeld vollkommen selbstverständlich dazugehört und kein Thema von Tabus oder Peinlichkeiten sein sollte.
Wie beeinflusst die Krankheit seinen Alltag?
Die simple Wahrheit ist: Matthias Deiß’ Krankheit beeinflusst seinen Alltag kaum negativ – zumindest nicht im beruflichen Kontext. Sein Status als renommierter Journalist bleibt unangefochten, und seine Rolle im ARD‑Hauptstadtstudio hat sich seit Jahren stabilisiert. Tatsächlich wurde erst Ende 2025 bekannt, dass der rbb seinen Vertrag als stellvertretender Studioleiter und stellvertretender Chefredakteur Fernsehen bis Mitte 2028 verlängert hat – ein klares Zeichen für Vertrauen und Kontinuität.
Im Alltag bedeutet das: Deiß ist in Berlin oft bei politischen Terminen, Interviews, Hintergrundberichten und Fernsehsendungen unterwegs. Seine Position verlangt ein hohes Maß an Analyse, Gesprächsführung und Verständnis für komplexe politische Zusammenhänge – Fähigkeiten, die weit über äußere Erscheinungsmerkmale hinausgehen. Seine Krankheit spielt dabei keine Rolle in der journalistischen Bewertung seiner Arbeit.
Persönlich kann Alopezie natürlich Einfluss auf Selbstwahrnehmung haben, aber es gibt keine Hinweise darauf, dass Deiß sich darüber zurückzieht oder seine Krankheit verbergen möchte. Im Gegenteil: Seine Haltung wirkt authentisch und bewusst, was gerade im Medienumfeld von großer Wirkung ist.
Was können wir aus seinem Umgang lernen?
Der offen gelebte Weg von Matthias Deiß mit seiner Erkrankung zeigt mehrere wichtige Botschaften, die über den Journalismus hinausgehen:
1. Offenheit kann Mut machen: Für viele Menschen, die mit körperlichen Besonderheiten leben, ist es nicht immer einfach, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Deißs Einstellung kann ihnen Mut geben, ihre eigene Geschichte mit mehr Selbstvertrauen zu erzählen.
2. Äußeres muss nicht über berufliche Leistung entscheiden: Deiß zeigt, dass Kompetenz, Professionalität und inhaltliche Stärke Gewicht haben – unabhängig davon, wie jemand aussieht.
3. Sichtbarkeit schafft Verständnis: Indem er seine Erscheinung als normal darstellt, trägt Deiß dazu bei, dass Themen wie Alopezie weniger stigmatisiert werden und mehr Menschen darüber sprechen können.
Diese Lektionen machen seinen Umgang nicht nur für Betroffene relevant, sondern für alle, die mit gesellschaftlichen Erwartungen, Sichtbarkeit und Selbstakzeptanz zu tun haben.
Was wissen wir nicht?
Auch wenn wir viel über seine professionelle Laufbahn und seinen Umgang mit Alopezie wissen, bleiben viele Aspekte seines Privatlebens bewusst im Dunkeln. Informationen zu Familie, Geschwistern oder Beziehungsstatus sind öffentlich kaum bekannt. Deiß hält diesen Teil seines Lebens größtenteils aus der Öffentlichkeit heraus – eine Entscheidung, die viele professionelle Medienschaffende bewusst treffen, um Privates und Berufliches zu trennen.
Auch über medizinische Aspekte seiner Alopezie – wie Zeitpunkt der Diagnose oder Therapien – gibt es keine verlässlichen öffentlichen Angaben. Diese bleiben persönliche medizinische Informationen, die normalerweise nicht öffentlich gemacht werden.
Fazit
Matthias Deiß ist ein Journalist, der den Blick auf Politik und Gesellschaft prägt, und das seit Jahrzehnten. Sein professioneller Weg ist von Auszeichnungen, leitenden Funktionen und journalistischem Tiefgang geprägt. Seine Krankheit – Alopezie – ist Teil seines Lebens, aber nicht sein ganzes Leben.
Was ihn besonders bemerkenswert macht, ist sein Umgang damit: offen, selbstbewusst und nicht versteckt. Diese Haltung zeigt uns, wie Menschen mit sichtbaren gesundheitlichen Herausforderungen ihren Weg gehen können, ohne ihre Professionalität und Stärke zu verlieren.
Am Ende steht mehr als nur ein Fernsehgesicht: Matthias Deiß symbolisiert Stärke durch Authentizität und Selbstvertrauen – ein Beispiel, das weit über Medien hinaus Wirkung zeigt.

